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"Organ
Donors" - kleine Vinyl-Figuren von David Foox |
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Die
kleinen Plastik-Figürchen "Organ Donors" hat der amerikanische
Pop-art Künstler David Foox entwickelt. Wer mag, kann über
verschiedene Vertriebswege solch einen kleinen Organspender kaufen.
Angeregt worden sei er, so berichtet Foox in Interviews, durch die
Lungen-Transplantation seines Onkels, er wollte das Erlebte verabreiten
und künstlerisch thematisieren. |
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Makabere
Varianten |
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In
Camoflage, mit Metzgerkittel oder im hellblauen Poo-freien Nachthemd
tragen die Figürchen unterschiedliche "Köpfe":
Herz, Leber, Lunge, Nieren oder eine Eizelle prangt skurril und makaber
auf langem Comik-Hals. Aber ist das wirklich so ernst gemeint? Mit
rundlichen Kurven und Spielzeug-prall wirken die Figuren viel zu niedlich,
oder? |
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Sammel-Leidenschaft |
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Unterschiedlich
bemalt werden die Modelle noch vielfältiger, und es gibt gewiss
Sammler, die auf neue Editionen oder Farbgebungen oder Modelle hoffen.
Auch der Vertieb einer Art "Überraschungs-Box", dass
also der Käufer nicht weiss, welches Organ-Spender-Figürchen
er mit seinem Kauf für etwa 15 $ erhält, fördert
den Sammeltrieb. Ausserdem: Es gibt Überraschungs-Figuren,
die "geheim" sind... |
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Fama
est |
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Angeblich
sei er durch die Lungentransplantation eines Verwandten angeregt worden,
diese Figuren zu entwickeln. Dass wir alle die gleichen Organe in
uns tragen, so sagt er in einem Interview,
habe ihn gerührt und dann diese Idee angeregt. Und doch - mich
beschleicht leise der Zweifel, ob es wirklich eine persönlich-durchlebte
Erfahrung mit dem Thema Organversagen-Organtransplantation bei Foox
gibt. Oder bin ich einfach zu ernst drauf? |
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Im
Stationszimmer ... |
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...
diese Figürchen zu finden, würde mich nicht erstaunen. Tatsächlich
sollen sie in den USA bei Spital-Mitarbeitern auf Interesse stossen:
wird vielleicht durch die Mischung aus makaber und knuddelig das schwierige
Thema Organ-Bedarf und (fehlende) Organ-Spenden besser ertragen? Vielleicht
hilft es ja wirklich, so ein Figürchen, dass man sich endlich
fragt, warum man eigentlich noch keinen Organspende-Ausweis hat, oder? |
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David
Foox - und die Wanderung der anatomischen Abbildung |
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Es
ist sicher "schräg", die Arbeit eines Künstlers
nur "anatomisch" zu betrachten. Dennoch ist Foox ein gutes
Beispiel dafür, dass die medizinische Abbildung ihren Weg ins
Alltagsleben gefunden hat. Mit den Organ-Donor-Dolls geht der Weg
sogar zurück ins Spital - und tatsächlich sollen diese Figuren
in den Kiosken in amerikanischen Spitälern zu kaufen sein. Ich
hoffe, dass ein Teil des Erlöses einer Organsspende-Vereinigung
zugute kommt. |
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Links |
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Anatomische
Kunstbetrachtungen |
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Mit
anatomischem Wissen im Gepäck können Wanderungen durch Kunst-Museen
oder Blätter-Reisen durch Bildbände zu spannenden Entdeckungen
führen. Wenden Sie Ihr Wissen doch auch ´mal in so einem
nicht-klinischem Zusammenhang an ... |
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| Das
"Logo" unserer Seiten "Anatomische Kunstbetrachtungen"
ist ein Ausschnitt aus dem "Selbstbildnis mit Skelett"
von Lovis
Corinth von 1896: Der füllige Maler zeigt sich neben
einem mageren Knöchelchen-Objekt, alles vor dem Hintergrund
der rauchenden Schlote der Moderne. Das abgebildete Skelett
stammt, wie die typische anatomische Aufhängung belegt,
aus der seriellen Massen-Produktion der anatomischen Institute,
die auf die immense Nachfrage der Universitäten und Kunst-Akademien
nach Lehrskeletten im späten 19. Jahrhunderts mit fast
industriellen Produktionsmethoden reagierten. Dieses Skelett
ist kein Menschen-Abbild, keine Mahnung der Vergänglichkeit
mehr, sondern nur noch ein natürlicher Rohstoff, der montiert
und studiert werden kann ... Das Gemälde hängt heute
in der Städtischen Galerie im Lehnbachhaus, München. |
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In
loser Folge erscheinen hier bald noch mehr "Anatomische Kunstbetrachtungen".
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