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| Funktion |
Die
Bandscheibe - ein Wasserkissen |
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Im Gallertkern
einer Lendenbandscheibe herrscht durch den Zug des Faserringes und
durch die Muskelspannung ständig ein erheblicher Druck. In aufgerichteter
Position und besonders bei Bewegung können schnell unglaublich
grosse Druckkräfte gemessen werden. Als Flüssigkeit verteilt
der Gallertkern den in ihm herrschenden Druck gleichmässig in
alle Raumrichtungen, wie alle Füssigkeiten dies tun. Der Faserring
steht durch diesen Druck also ständig unter erheblicher Spannung.
Aus eröffneten Bandscheiben (im Präpariersaal), aber auch
bei Einrissen des anulus fibrosus quillt der Gallertkern heraus. Der
Quellungszustand des nucleus pulposus ist eine wesentliche Voraussetzung
für die druckverteilende Eigenschaft des Gallertkernes, der in
Ruhe und Bewegung den achsialen Druck auf benachbarte Wirbelkörper-Deckplatten
gleichmäßig verteilt. |
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Bandscheiben-Höhe |
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Bandscheiben
haben etwa die Hälfte oder 1/3 der Höhe des zugehörigen
Wirbelkörpers. Ihre Höhe ist ganz wesentlich vom Flüssigkeitsgehalt
des Gallertkernes, des Nucleus pulposus abhängig. Durch den Druck,
durch die Last des Körpers wird beim aufrechten Stand, der Orthostase,
im Laufe des Tages der Flüssigkeitsgehalt des Gallertkernes vermindert.
Dadurch ist abends jede Bandscheibe ein kleines bisschen flacher als
morgens, sodass wir abends meist ein bis drei Zentimeter kleiner sind
als am Morgen. Über Nacht, in der waagerechten Entlastungslage
des Bettes, wird der Flüssigkeitsgehalt des Gallertkernes wieder
angehoben, sodass wir am nächsten Morgen wieder "normal"
gross sind. |
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