| Anat.
I-01 |
Eine
anatomische Untersuchung |
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Hier
haben Sie die Gelegenheit, sich als Forscher oder Forscherin zu betätigen:
Ein anatomisches Objekt soll untersucht und eingeordnet werden. |
| Anat.
I-01,01 |
erste
Untersuchungen |
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Das
Objekt ist sehr leicht, Sie messen auf der einfachen Waage 1,8 g.
Und es ist recht klein: Nicht grösser als ein Daumenendglied.
Ohne Lupe messen Sie als längste Ausdehnung etwa 34 mm,
bei einer "Höhe" von maximal 17 mm. |
| Anat.
I-01,02 |
Untersuchung
des Materials |
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Das
Objekt besteht aus einer trockenen, festen, zum Teil leicht zerbrechlichen
Substanz. An einigen Stellen ist sie dünn wie Papier, hier erinnert
Sie das Material an einen Badeschwamm. Andere Partien des Fundstückes
sind kompakter, nicht so zart. Die Oberfläche dieser fester wirkenden
Bereiche ist annähernd glatt, an einigen Stellen sogar etwas
glänzend. |
| Anat.
I-01,03 |
Ist
es ein Bruchstück? |
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Das
Objekt zeigt relativ glatte Bereiche und andere, die schwammartig
und "irgendwie bröselig" sind. Der grosse "bröselige
Bereich" (im kleinen Bild rechts) zeigt zur "Oberseite"
des Objektes eine keilförmige Rinne, die ungewöhnlich gerade
Grenzlinien aufweist. Der (im kleinen Bild) nach links oben weisende
"Arm" ist sehr scharfkantig. Auch (im kleinen Bild) links
vorne ist eine kleine scharfkantige Stelle. |
| Anat.
I-01,04 |
Der
Eintrag im Sammlungs-Journal |
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In
der Zwischenzeit hat der Präparator angerufen und Ihnen mitgeteilt,
dass er im Journal der Sammlung endlich den zughörigen Eintrag
gefunden hat: "homo, recent, <dann etwas unlerserliches>;
gefunden im Schotter an einem Feldweg, in der Nähe eines aufgelassenen
Friedhofes, Normandie, 1913, Dr. S.B.". Sie ahnen, dass die "keilförmige
Rinne" nicht natürlichen Ursprungs, sondern wohl auf menschliche
Einwirkung zurückzuführen ist. |
| Anat.
I-01,05 |
Erste
Zuordnung |
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Nun
stellt sich die Frage, in welchen Abschnitt das Objekt gehört.
Sie erkennen eine schaufel- oder hakenförmigen "Erhebung"
auf der "Oberseite" des Objektes. Sie bemerken auch, dass
die kleinen "Vorsprünge" (im kleinen Bild links vorne)
Teile eines runden Loches sind. Als Sie bemerken, dass der grösste
Teil des Objektes annähernd quaderförmig ist, sind Sie sich
ziemlich sicher, in welchen Abschnitt das Objekt gehört. |
| Anat.
I-01,06 |
Genauere
Einordnung |
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Von
"unten" sehen Sie sich dieses "Loch" nocheinmal
genauer an. Sie bemerken, dass (im kleinen Bild rechts in der Mitte)der
Hinterrand des Loches nur eine dünne Spitze ist. Ihr Assistent
erinnert Sie jetzt erst daran, dass solche Variationen im caudalen
Bereich des diagnostizierten Abschnitts häufige natürliche
Variationen sind. |
| Anat.
I-01,07 |
ungefähre
Altersabschätzung |
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Von
"unten" erkennen Sie eine leistenförmige Struktur,
die am Rand des grössten Teil des Objektes umlaufend festgewachsen
ist. Die hinzugezogene Pathologin findet keine Zeichen für Osteoporose
oder Arthrose. In weitergehenden Laboruntersuchungen könnten
Sie das Geschlecht und das genaue Alter bestimmen. Sie belassen es
aber dabei und weisen Ihren neunmalklugen Assistenten an, Ihre Einordnung
zu notieren. |
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| Vielleicht
sieht die Notiz Ihres Assistenten auch so aus: Auflösung |
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